vom 5. Oktober 2018

Regionale Erzeuger und Vermarktungsideen stärken

 

Die Stärkung des Ländlichen Raums und der Wertschöpfung vor Ort sind für mich zwei ganz wichtige Dinge. Dafür setze ich mich mit meiner Arbeit als Landtagsabgeordnete ein. Wir haben viele tolle Unternehmen. Gerade den ganz kleinen fällt es aber häufig schwer einen festen Platz am Markt zu finden.
Deshalb habe ich mich dafür stark gemacht, dass wir in Mecklenburg-Vorpommern Kleinstunternehmen der Land- und Ernährungswirtschaft stärker unterstützen. Dafür haben ich gemeinsam mit anderen Abgeordneten der SPD-Landtagsfraktion 600.000 € aus dem Strategiefonds des Landes eingeworben. Über mehrere Wettbewerbe sollen damit tolle Produkte oder Projekte bei innovativen Unternehmen gefunden und unterstützt werden. Wichtig ist dabei, dass von jedem Preisträger auch viele weitere Erzeuger oder Abnehmer profitieren können. Nur mit einem dichten Wertschöpfungsnetzwerk können wir unseren Ländlichen Raum voranbringen.

Der erste Wettbewerb ist nun abgeschlossen. Ich freue mich, dass ich als Vorsitzende der bewertenden Jury die Chance hatte 40 tolle Projekte und deren Ideengeber kenn zu lernen. Gemeinsam mit Prof. Michael Harth von der Hochschule Neubrandenburg, Henner Willnow von der IHK Schwerin, Dr. Kathrin Naumann von der GGAB Groß Grenz und der Abteilungsleiterin Marion Zinke aus dem Landwirtschaftsministerium habe ich anhand eines ausgetüftelten Bewertungssystems die Projekte eingeordnet. Insgesamt konnten wir mit dem ersten Wettbewerb unter dem Titel „Klein aber fein aus MV“ 5 Projektideen mit insgesamt 147.000 € unterstützen.
Die Preisträger sind:

  1. Platz: Biomarkt Neubrandenburg für das Anschaffen von elektrischen Lastenfahrrädern mit denen in Neubrandenburg die Auslieferung der Lebensmittel erfolgen soll. Der von Herrn Kruse geleitete Biomarkt zeichnet sich dadurch aus, dass er sehr viele Erzeuger aus der Region rund um Neubrandenburg als Lieferanten hat. Außerdem bildet er seit vielen Jahren einen festen Anlaufpunkt in der Stadt und engagiert sich mit benachbarten Unternehmern für die Stadtentwicklung.
  2. Platz: Die Inhaber der Senfmühle in Schlemmin, Ivonne und Michael Kostross, wollen mithilfe eines Verkaufsanhängers aus Holz ihre Produkte und die von anderen Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern vor Ort und Deutschlandweit auf Märkten und bei Festen anbieten und bekannter machen. Toll dabei ist, dass jeder Produzent den Anhänger ausleihen und nutzen kann.
  3. Platz: Mit dem Mecklenburger Heiderind werden viele Menschen bald das Fleisch und die Wurstwaren von in der Rostocker Heide aufgewachsenen Rindern kaufen können. Die Schlachtung und Verarbeitung erfolgt regional, lange Transportwege für die Tiere werden vermieden.
  4. Platz: Der Agrarmarketingverein Mecklenburg-Vorpommern will in Zukunft noch stärker Kleinstunternehmen der Ernährungswirtschaft unterstützen. Mit einem Leitfaden und Schulungen sollen die Erzeuger im Bereich Hygiene, Verpackung und Vertrieb fit gemacht werden für einen erfolgreichen Einstieg in die Vermarktung ihrer Produkte.
  5. Platz: Der Landwirtschaftsbetrieb Gluth produziert Biorindfleisch. Es wird in seinem Betrieb seit vielen Jahren auf der Weide geschlachtet, um den Tieren unnötig weite Transporte zu einem Schlachthof zu ersparen, der nach dem Bio-Standard zertifiziert ist. Mit einem Schlachthaus für Biorinder sollen nun noch mehr Biobetriebe kurze Transportwege nutzen können. Für eine gute Vermarktungschance wird Herr Gluth mit Hilfe der finanziellen Unterstützung eine Erzeugergemeinschaft mit umliegenden Biolandwirten gründen.
Allgemein, Landtag, Landwirtschaft