vom 21. Januar 2019

Hoort – Die Gemeinde, die sich selbst “gallisches Dorf” nennt

Heute Nachmittag bin ich der Einladung der Bürgerinitiative (BI) „Hoort macht mobil“ gefolgt. In Hoort ist eine Junghennenanlage mit einer Auslastung von 84.999 Tieren geplant. Die Bürgerinnen und Bürger haben jedoch große Bedenken.

Die Anlage ist auf einer Fläche unweit des ehem. “Pulverhofes” in der Gemarkung Uelitz geplant. Wie der Name schon sagt, handelt es sich hierbei um ein stark munitionsbelastetes Gebiet aus dem 2. Weltkrieg, welches vom geplanten Anlagenstandort nur 300 Meter entfernt ist. Ein Investor plant hier eine gewerbliche Anlage.

Die Nähe zu dem munitionsbelasteten Waldstück halte ich mit Blick auf die Gefahr eines möglichen Brandfalls für höchst bedenklich. Wir alle haben noch die Bilder und Berichte aus Groß Laasch und vom Truppenübungsplatz in Lübtheen vor Augen. Die Einwohner schilderten mir in einem ausführlichen Vortrag, dass das Gutachten und bereits abgeschlossene Verträge wiedersprüchlich, falsch und z. T. rechtswidrig seien. Ich werde mir diese ganz genau anschauen und prüfen.

Ich bin ganz klar für eine bodengebundene und vor Ort verankerte Landwirtschaft. Diese ist für eine regionale Wertschöpfung in unseren Dörfern wichtig. Bodengebunden heißt für mich, dass die Tierzahl zum Betrieb passen muss, sodass in Bezug auf Futterproduktion und organische Düngung (Mist, Gülle, Jauche) eine vernünftige Kreislaufwirtschaft möglich ist.

Landwirtschaft, vor Ort