vom 8. November 2017

Umweltpreis des Landtages Mecklenburg-Vorpommern verliehen

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Gemeinsam mit der 1. Vizepräsidentin des Landtages Mecklenburg-Vorpommern, Beate Schlupp, habe ich heute als Agrarauschussvorsitzende und Jury-Vorsitzende im Plenarsaal des Schweriner Schlosses den Umweltpreis 2016/2017 verliehen. Jeweils drei Preisträger in den Kategorien „Umweltpreis“ und „Jugendumweltpreis“ wurden ausgezeichnet. Zum Wettbewerbsthema „Streuobstwiese, Bienenweide und Co. – Engagement für die Artenvielfalt in der Kulturlandschaft“ waren 33 Projekte vorgeschlagen worden. Umweltpreis und Jugendumweltpreis sind zusammen mit insgesamt 25.000 Euro dotiert. Einzelpersonen aller Altersstufen, Gruppen, Verbände, Netzwerke sowie juristische Personen konnten sich am Wettbewerb beteiligen. Mit der Vergabe des Umweltpreises verfolgt der Landtag das Ziel, herausragende Initiativen zum Umwelt- und Naturschutz zu würdigen, die weitere Arbeit der Preisträger zu fördern und zur umweltpolitischen Bewusstseinsbildung im Land beizutragen. Ausgezeichnet werden Leistungen, die Vorbildfunktion haben, an anderer Stelle wiederholbar sind und dazu beitragen, Mecklenburg-Vorpommern als attraktiven Lebensraum zu erhalten und auch unter Berücksichtigung globaler Erfordernisse zukunftsfähig zu entwickeln. Diesen Aspekten fühlt sich der Landtag Mecklenburg-Vorpommerns als Stifter des Umweltpreises zum Gedenken an Erst Boll verpflichtet. Der mit insgesamt 25.000 Euro dotierte Preis ist bis heute der einzige deutsche Umweltpreis, der von einem Parlament vergeben wird.

Seit 1992 lobt der Landtag Mecklenburg-Vorpommern den Umweltpreis zum Gedenken an Ernst Boll aus, einem bedeutenden Naturforscher und Historiker aus Neubrandenburg (1817 – 1868). Seine Schaffenskraft widmete er insbesondere der mecklenburgischen Landes- und Naturgeschichte. Politisch engagiert war Boll in Gremien der Reformbewegung an der Seite von Fritz Reuter. Ziel des Umweltpreises ist es, auf Projekte, Leistungen und Initiativen aufmerksam zu machen, die zur umweltpolitischen Bewusstseinsbildung beitragen.

Preisträger des Umweltpreises

Netzwerk Bienenstraßefür das Projekt: „Erlebnisreich Bienenstraße“ (Preisgeld: 7.000 €)

Streuobstnetzwerk Mecklenburg-Vorpommernfür das Projekt „Streuobst – Genuss & Vielfalt – Streuobstnetzwerk Mecklenburg-Vorpommern“ (Preisgeld: 5.000 €)

Herr Stefan Wilke, Loitz Vorbeinfür das Projekt „Lebens-Wiese Rügen“ (Preisgeld: 3.000 €)

Preisträger des Jugendumweltpreises

Warnowschule Papendorffür das Projekt „Unsere Streuobstwiese hält uns in Schwung, ob Äpfel, Bienen, Alt oder Jung – Die Einbindung unserer Streuobstwiese in die Umweltbildung der Warnowschule Papendorf“ (Preisgeld: 4.000 €)

Freie Schule Rügen Dreschvitzfür das Projekt „Schulgarten und Bienen – Freie Schule Rügen“ (Preisgeld: 3.000 €)

Recknitz-Grundschule Ahrenshagenfür das Projekt „Bewusstes Wahrnehmen, Erhalten und Gestalten der Natur auf unserem Schulgelände“ (Preisgeld: 3.000 €)

Weitere Informationen zum Umweltpreis 2016/2017 sind zu finden unter: https://www.landtag-mv.de/mitmachen/projekte/umweltpreis.html

Allgemein, Landtag, Landwirtschaft