vom 13. Mai 2016

Debatte um Glyphosat

 

PANIK-ZUG GLYPHOSAT! So könnte der Zug heißen auf den in der SPD-Bundestagsfraktion mit scheinbar richtigem Motiv aufgesprungen wurde!

Ich hätte mir als Sozialdemokratin UND Landwirtin gewünscht, dass die Bedenken Einiger zur Aufklärung Vieler geführt hätte!

Was ist eigentlich passiert?
Das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat und seine Verwendung stehen seit längerem in der öffentlichen Kritik. Es gibt u.a. Bedenken, wie schädlich mögliche Rückstände in Lebensmitteln für den Menschen sein können!

Fakt ist: Wir haben durch präzise Messtechnik, fachkundige Landwirte, ein dichtes Kontrollnetz und Grenzwerte mit hohen Sicherheitsabschlägen so sichere Lebensmittel wie nie zuvor und nirgends anders auf der Welt! (etwa 75% der Verbraucher hat das ebenso erkannt)

Fakt ist: Die sachgemäße Anwendung von Glyphosat wurde in allen mir bekannten, seriösen Studien als zweifelsfrei bedenkenlos eingestuft.

Fakt ist aber auch, dass Glyphosat in Einzelfällen zur Beschleunigung des Reifeprozesses von Getreide eingesetzt wird. Das ist zwar zulässig und es gibt selbstverständlich Wartefristen, aber dieses Einsatzgebiet finde ich persönlich nicht notwendig und zudem bedenklich. Warum bedenklich? Weil das Mittel dann direkten Kontakt mit zukünftigen Lebensmitteln hat. Als Unkrautvernichtungsmittel eingesetzt hat es das nicht.

Ich wünsche mir eine weniger populistische und dafür mehr sachliche Debatte, die die Sorgen und Bedenken Einiger in die Aufklärung Vieler münden lässt. Und was besonderes wichtig ist: Die ehrliche Anerkennung der hochprofessionellen, heimischen Landwirte gepaart mit einem ehrlichen Dialog.

Allgemein, Landwirtschaft